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Smarte Uhren oft schlecht gesichert

Samsung Smart watchComputerkriminelle können leicht auf sensible Daten zugreifen, die auf Smartwatches gespeichert sind. Hintergrund: Die meisten Hersteller verzichten auf grundlegende Sicherheitsfunktionen.

Die klassische Quarzuhr wird immer häufiger abgelöst durch kleine Computer am Handgelenk. Diese sind jedoch häufig schlecht vor Hackern gesichert, wie eine Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens Trend Micro zeigt. Die Firma hat die gängigsten Smartwatches unter die Lupe genommen und gravierende Mängel bei der Gerätesicherheit festgestellt. Geraten die Computeruhren in falsche Hände, so müssen Nutzer damit rechnen, dass Dritte die auf den Geräten gespeicherten Daten leicht auslesen können.

In einem Stresstest wurden die Android-Modelle Motorola 360, LG G Watch, Sony Smartwatch, Samsung Gear Live und Asus Zen Watch sowie Pebble und die Apple Watch auf physischen Schutz, Datenverbindungen und gespeicherte Informationen überprüft. Dabei wiesen alle Testgeräte laut Trend Micro Mängel auf.

So hatten alle getesteten Geräte lokale Kopien der Daten gespeichert, auf die über die Geräteschnittstelle zugegriffen werden konnte, wenn sie sich außerhalb der Reichweite des gekoppelten Smartphones befanden. Mit anderen Worten: Jeder Angreifer, der die Smartwatch kompromittiert, hätte Zugriff auf diese Daten.

 

Bildquelle: Samsung

Smarte Uhren oft schlecht gesichert

Deutsche Adressen bei Seitensprungportal gestohlen

 Unter den von Hackern gestohlenen 36 Millionen Accounts des US-amerikanischen Seitensprungportals Ashley Madison befinden sich rund 300.000 Mailadressen mit der Endung .de.

Das amerikanische Seitensprungportal Ashley Madison wurde Opfer einer Erpressung. Hacker hatten dort die persönlichen Daten von mehr als 30 Millionen registrierten Kunden gestohlen, darunter E-Mailadressen, Nutzernamen, Anschrift und Telefonnummer.

Das deutsche Hasso-Plattner-Institut (HPI) bietet Betroffenen jetzt einen Identitäts-Check. Die Potsdamer Wissenschaftler integrierten den gesamten Fund in ihren HPI Identity Leak Checker (https://sec.hpi.de). Dort kann jeder Internetnutzer durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse prüfen lassen, ob damit verbundene Identitätsdaten, die geraubt wurden, im Internet frei kursieren und somit erneut missbraucht werden könnten.

Deutsche Adressen bei Seitensprungportal gestohlen

Vier Millionen Android-Schädlinge unterwegs

Android MalwareDie Gesamtzahl der Android-Malware beziffert das Bochumer Unternehmen G Data auf aktuell 3.959.254. Seit den Anfängen des ersten bekannten Android-Schädlings steigt die Bedrohung rasant an

Es ist eigentlich ein trauriges Jubiläum, auf das der Bochumer Sicherheitshersteller G Data aufmerksam macht. Vor genau fünf Jahren, im August 2010, staunten die Forscher in einem Sicherheitslabor über den ersten Computerschädling für Googles Android-Betriebssystem. „Android.Trojan.FakePlayer.A" gab sich mit einem geklauten Icon des Windows Media Players als ein Mediaplayer aus.

Beim Starten der App wurde nur eine „Wird geladen"-Meldung in russischer Sprache angezeigt, im Hintergrund verschickte das Programm einmalig mehrere Premium-SMS im Gesamtwert von knapp 10 US-Dollar.

Aktuelle Schadsoftware für Smartphones und Tablets hat mittlerweile mehr als den hundertfachen Code-Umfang, versteckt sich und seine Aktionen, kommuniziert heimlich über anonymisierte Netzwerke und macht somit den Nutzern wie auch Sicherheitsexperten das Leben schwer.

G Data zählte im ersten Halbjahr 2010 lediglich 55 neue Schadprogramme für Android. Zwischen Januar und Juli 2015 wurden hingegen über eine Million neue Schadcode-Varianten registriert. Die Gesamtzahl nähert sich damit der Schallmauer von vier Millionen.

 

 

Bildquelle: G Data

Vier Millionen Android-Schädlinge unterwegs

Telekom-Techniker versetzen Kunden

DTAG TechnikerWer seinen Festnetz- und Internetanbieter wechselt oder umzieht, muss damit rechnen, mehrere Tage oder sogar Wochen nicht erreichbar zu sein. Ein großer Anbieter nennt jetzt erstmals konkrete Zahlen.

Rund fünf Wochen warten Kunden verschiedenster Anbieter laut Stiftung Warentest nach DSL-Vertragsabschluss auf die Freischaltung. Denn um den Anschluss freizuschalten, ist üblicherweise der Besuch eines Technikers der Deutschen Telekom nötig. Und der kommt in vielen Fällen entweder nicht zu Stande - oder der Besuch bringt keine Freischaltung.

Der Düsseldorfer Telekom-Konkurrent Vodafone nennt jetzt erstmals konkrete Zahlen: Allein bei Vodafone seien von den Techniker-Problemen 25 Prozent aller Neuanschaltungen und damit rund 150.000 Kunden betroffen. Der Branchenverband VATM geht davon aus, dass jährlich bis zu 4,5 Millionen Neuanschlüsse von dem Problem betroffen sind.

Die Netzbetreiber reagieren auf das Ärgernis vermehrt damit, dass sie Kunden beim Wechsel ihrer Festnetzanbindung vorübergehend einen Internetanschluss über Mobilfunk spendieren. Telefonisch bleiben viele Wechsler über ihr Smartphone erreichbar.

Die Telekom spricht in einer Stellungnahme von „vielfältigen Fehlerquellen". So sei etwa ein fehlender Zugang zu Schalteinrichtungen häufig das Problem, aber auch nicht angetroffene Kunden, falsche Adressdaten, Stau, Krankheit oder die Witterung. Der Konzern betont allerdings, dass immerhin 75 Prozent der Bereitstellungen problemlos durchgeführt werden.

 

Bildquelle: Deutsche Telekom AG

Telekom-Techniker versetzen Kunden
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