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Deutschland bei DSL nur Mittelmaß

DSL DeutschlandBeim schnellen Internet hinkt Deutschland hinterher. Mit durchschnittlich 8,8 MBit/s reicht das in Europa nur für den 15. Rang. Europäischer Klassenprimus ist Schweden.

Wirtschaftliches Wachstum, mehr Beschäftigung und steigender Wohlstand hängen mittlerweile vom Internet ab, sagt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf seiner Internetseite Zukunft-breitband.de. Je leistungsfähiger das Internet, desto besser für eine starke Volkswirtschaft wie Deutschland.

Allerdings ist Deutschland im internationalen Vergleich beim schnellen Internet derzeit nur Mittelmaß. Denn laut dem auf Datenübertragung spezialisierten Technologieunternehmen Akamai belegt Deutschland bei der DSL-Geschwindigkeit in Europa nur Platz 15. Deutsche surfen durchschnittlich mit 8,8 MBit/s.

Die beste Internet-Infrastruktur weist Schweden auf: Hier surfen die Nutzer im Schnitt mit 14,6 MBit/s im Internet. Ähnlich schnell sind Schweizer und Niederländer im Netz unterwegs. Für seine Studie hat Akamai den weltweiten Datenverkehr im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2014 analysiert.

Deutschland bei DSL nur Mittelmaß

Digitale Angriffe auf jedes zweite Unternehmen

Bitkom Grafik Digitale AngriffeGut die Hälfte (51 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Das hat eine Studie des Digitalverbands Bitkom ergeben.

Für die Studie wurden Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche von 1.074 Unternehmen repräsentativ befragt. Der am stärksten gefährdete Wirtschaftszweig ist die Automobilindustrie mit 68 Prozent betroffenen Unternehmen. Es folgen die Chemie- und Pharma-Branche mit 66 Prozent sowie Banken und Versicherungen mit 60 Prozent.

Nach Berechnungen des Bitkom beläuft sich der entstandene Schaden für die gesamte deutsche Wirtschaft auf rund 51 Milliarden Euro pro Jahr. „ Bitkom-Präsident Dieter Kempf warnt: „Viele Unternehmen schützen ihre materiellen und immateriellen Werte nicht ausreichend. Gerade der Mittelstand muss beim Thema Sicherheit nachlegen." Laut Umfrage sind mittelständische Unternehmen mit 61 Prozent am stärksten von Spionage- oder Sabotageakten betroffen.

Das am häufigsten auftretende Delikt ist der Diebstahl von IT- und Kommunikationsgeräten: In 28 Prozent der befragten Unternehmen sind in den letzten zwei Jahren zum Beispiel Computer, Smartphones oder Tablets gestohlen worden.

17 Prozent der befragten Unternehmen berichten vom Diebstahl sensibler elektronischer Dokumente oder Daten und 16 Prozent von Sabotage ihrer IT-Systeme oder Betriebsabläufe. Bei acht Prozent der Unternehmen ist die elektronische Kommunikation ausgespäht worden. Unter den großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern beträgt dieser Anteil sogar 15 Prozent. In acht Prozent aller Unternehmen sind Besprechungen oder Telefonate abgehört worden.

Grafik: Bitkom

Digitale Angriffe auf jedes zweite Unternehmen

Hacker erbeuten Kontodaten von Firmen

HackerangriffDer Sicherheitsbereich von IBM hat auf einen raffinierten Cyberangriff auf Unternehmens-Bankdaten aufmerksam gemacht. Einige Firmen wurden bereits um Millionen Dollar betrogen.

In Sachen Bankdaten hatten viele Hacker bisher vor allem Privatpersonen im Fadenkreuz und versuchten an Bankverbindungen zu gelangen, um ihre Opfer finanziell zu schädigen. Experten von IBM haben jetzt allerdings einen laufenden Angriff von Cyberkriminellen aufgedeckt, die sich Zugriff auf Konten von Unternehmen verschaffen.

Dabei erbeuteten sie von einzelnen Firmen in Nordamerika zum Teil mehr als eine Million US-Dollar. Bei dem von den Experten auf den Namen »Dyre Wolf« getauften Cyberangriff setzen die Hacker auf eine Kombination bekannter Dyre-Malware und Social Engineering. Angebliche Bankmitarbeiter erlangen durch raffinierte Tricks Kontodaten von Unternehmen und transferieren Gelder auf ihre Konten.

Ihre starke Verbreitung verdankt die seit vergangenem Jahr bekannte Schadsoftware Dyre einem Mechanismus, bei dem zunächst eine zweite Malware namens Upatre großflächig über Spam-Mails an die Opfer versendet wird. Nach dem Öffnen eines präparierten Anhangs in der fingierten Mail wird Dyre automatisch auf dem infizierten System installiert. Sobald Dyre ein System infiziert hat, leitet es Mitarbeiter von Unternehmen auf eine fingierte Website, wenn sie über ihren Internet-Browser auf die Online-Präsenz der hauseigenen Bank zugreifen wollen.

Unter dem Vorwand technischer Schwierigkeiten wird der Nutzer aufgefordert, sich telefonisch an einen Servicemitarbeiter zu wenden. Hinter der angezeigten Telefonnummer stecken dann die Hacker, die so raffiniert sind, dass sie genau wissen, wann ein Opfer anruft und als welche Bank sie sich ausgeben müssen. Damit bringen sie die ahnungslosen Mitarbeiter dazu, die Kontoinformationen und Zugangsdaten ihres Arbeitgebers preiszugeben.

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Hacker erbeuten Kontodaten von Firmen

Deutsches Online-Bezahlsystem kommt

paypalDer amerikanische Bezahldienst „Paypal" ist auch hierzulande sehr beliebt. Doch schon bald sollen Bankkunden als Alternative ein von deutschen Banken entwickeltes Online-Bezahlverfahren nutzen können.

Klassische Banken haben mit der EC-Karte ein führendes Bezahlsystem im Einzelhandel etabliert, doch beim Bezahlen im Internet ist Paypal das am häufigsten genutzte Bezahlverfahren. Nur der Kauf auf Rechnung ist noch populärer. Nun wollen deutsche Banken in die Offensive gehen und eine Alternative zu Paypal etablieren. Bis Ende 2015 soll es für Millionen deutscher Bankkunden ein neues institutsübergreifendes Online-Bezahlverfahren geben. Die Kunden von privaten und genossenschaftlichen Banken, Sparkassen und einigen weiteren Finanzinstituten sollen dann ihre Interneteinkäufe sicher und direkt vom eigenen Girokonto bezahlen können, teilt der Verband deutscher Banken mit.

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Deutsches Online-Bezahlsystem kommt
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